In/Toleranz 2025

zwischen Akzeptanz und Ablehnung nachzudenken. Karolina Gacke verarbeitet in ihren farbenfrohen und expressiven Arbeiten die Dynamiken menschlicher Beziehungen und untersucht die Grenzen zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Anpassung. Ihre oft symbolreichen Werke öffnen einen Raum für Empathie und Reflexion. Dzvinya Podlyashetska bringt in ihren Bildern eine poetische, aber auch kritische Auseinandersetzung mit Identität und Zugehörigkeit zum Ausdruck. Ihre Arbeiten reflektieren die Fragilität kultureller und persönlicher Verortung in einer globalisierten, aber gleichzeitig fragmentierten Welt. Susi Rogenhofer alias Sweet Susie bringt als Musikerin und Künstlerin eine interdisziplinäre Perspektive ein. Ihre Werke schaffen eine Verbindung zwischen kultureller Diversität und persönlicher Ausdruckskraft, die das Publikum dazu einlädt, über die kulturellen Barrieren hinauszublicken. Michael Vonbank nähert sich dem Thema mit intensiver Emotionalität. Seine Werke sind geprägt von einer tiefgehenden Erforschung der menschlichen Psyche und werfen ein Licht auf die verborgenen Mechanismen der Intoleranz, die oft tief in uns selbst verwurzelt sind. Er stellt die Frage, wie wir mit unseren inneren Dämonen umgehen und welche Verantwortung wir für unsere Handlungen übernehmen. Peter Assmann bringt seine Doppelrolle als Kunsthistoriker und Künstler ein und untersucht in seinen Arbeiten historische und aktuelle Formen der Ausgrenzung. Seine analytische Herangehensweise ermöglicht eine Kontextualisierung, die die langfristigen Auswirkungen von Intoleranz sichtbar macht. Abgerundet wird die Ausstellung durch die Werke von Leo Neuhauser und Marco Prenninger, die gemeinsam eine künstlerische Sprache entwickeln, um die Ambivalenz von Offenheit und Abgrenzung in unserer Gesellschaft darzustellen. Ihre Arbeiten thematisieren nicht nur die sozialen Strukturen, die Toleranz und Intoleranz ermöglichen, sondern auch die Macht der Kunst, diese Strukturen zu hinterfragen und aufzubrechen. „Toleranz/Intoleranz“ ist mehr als eine Ausstellung – sie ist eine Einladung, innezuhalten und nachzudenken. Sie fordert uns heraus, uns mit den tiefen Widersprüchen unserer Zeit auseinanderzusetzen und die eigene Haltung kritisch zu hinterfragen. In einer Zeit, in der Polarisierung und Ausgrenzung in vielen Bereichen zunehmen, möchte diese Ausstellung einen Raum schaffen, in dem Vielfalt nicht nur sichtbar wird, sondern als Bereicherung erfahren werden kann. Die Kunst bietet uns hier eine einzigartige Möglichkeit, über die eigenen Grenzen hinauszublicken und neue Wege des Zusammenlebens zu erkunden. Als Leiterin der Galerie DISTRICT4art ist es mir eine Herzensangelegenheit, diese Auseinandersetzungen zu fördern und Kunst als Plattform für gesellschaftliche Transformation zu nutzen. Jede der gezeigten Arbeiten spiegelt nicht nur die individuellen Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler wider, sondern bietet auch ein kritisches und vielschichtiges Spiegelbild unserer Gesellschaft. Gisela Weißenbach - Abraham Galerie DISTRICT4art

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