INA LOITZL | CUTOUT MONKEY | 2019-2025

86 Samstag, 4. Januar 2025 5 Veranstaltungen Physiker Harald Lesch gibt Konzert-Einführung Musiktheater »SommernachtsBaum« im WERK7 widmet sich mit innovativem Konzept dem Thema Wald. Foto: chk Cutout Monkey – Walltattoo Kunstaktion im Digital Art Space in der Amalienstraße SCHWABING (red) · Nach Wien, Salzburg, Klagenfurt findet Ina Loitzl das 4. Mal die Gelegenheit im Digital Art Space in der Amalienstr. 14 ihre CUTOUT Walltattoo Performance im Affenkostüm zu realisieren. Dafür ist nach schwarz, gelb und violett die Farbe Pink an der Reihe – passend zum Logo des Kunstraumes, zum positiven Denken innerhalb auch der Münchner Kunstszene, aber auch zum Thema Kunst und Weiblichkeit. Sie bleibt dafür 4 x stationär vor Ort 2/4 über Nacht, mietet sich im Digital Art Space in der Amalienstr. 14 mit schwarzem Wuschelsweater, Maske, Fell Branken und Füße – schlicht einem Gorilla sehr ähnlich. Arbeitet dort von Anfang an als Affe – der Digital Art Space dient als Käfig, gleichzeitig laufen parallel non Stop auch während ihrer Absenz – zwei Videos ab. Ein Kurzfilm zur sensiblen Thematik: Wie sehr machen sich KünstlerInnen in der Kunst zum Affen, wie prekär ist oft die Lebenssituation, wie beeinflusst Künstlerinnen ihre Mutterschaft in ihrem CV?, ein Angestelltenverhältnis böte viel mehr Schutz, schlussendlich bietet sie auch ihre Arbeit als Auftrag an. Möchte eventuell wer so ein Walltattoo in seiner Wohnung? Why not? Pay the artist now! Der erste Termin am 23. Januar steht für die feierliche Startschusseröffnung mit einem Kurzgespräch mit der Kuratorin Karin Wimmer zu dem Konzept gemeinsam mit Ina Loitzl. Der zweite Temin am Dienstag, 11. Februar. ruft auf, Bananen mit Fragen zu beschriften und dadurch das Gespräch zwischen Kuratorin und echtem Affen anzukurbeln. Der dritte Termin am 19. Februar sieht eine Videoaufnahmesituation vor, bei dem die Künstlerin gelaust werdenkann Und während dieser »Care Aktion« können KollegInnen von ihren schrägsten Erfahrungen im Kunstbusiness erzählen. Bei der Finissage wird das Output oder auch zusätzliche Statements gezeigt und Loitzl nimmt die Grafiken 1 Tag davor schon ab und schläft ein letztes x im Käfig (bevor sie um Mitternacht doch in die nahe Pension übersiedelt) und die pinken Grafiken werden eingerahmt und wären verkäuflich. Die Künstlerin macht sich ganz wörtlich für die Kunst zum Affen um Thematiken anzuspielen. Foto: Stöger Der bayerische Patient Bühnenstück über Ludwig II. – Premiere in Ebersberg EBERSBERG (red) · Erneut ist der sagenumwobene Monarch Mittelpunkt eines Bühnenstückes. Im neuen Theaterstück von Sebastian Schlagenhaufer trifft der Märchenkönig posthum auf den Psychiater Dr. Bernhard von Gudden, der 1886 mit einem Gutachten über den Geisteszustand des Wittelsbachers den Weg frei machte, für die Entmündigung und Absetzung des Monarchen. Schlagenhaufer war bereits 2011 in der Rolle Ludwigs II zu sehen. Bei den Weiherfestspielen in Markt Schwaben konnten über 10.000 Zuschauer dem Leben des extrovertierten Königs auf großer Bühne folgen. Dieses Mal wird es deutlich intimer, Ferndiagnose gestellt ohne ihn zu untersuchen, wäre seinem Berufsstand unwürdig und letztendlich mitschuldig am tragischen Tod des Monarchen. Doch von Gudden verteidigt sich, die beiden kommen sich nach zustehende Anerkennung. Schließlich war er medizinisch seiner Zeit weit voraus. Was aber von dem engagierten Mediziner im Gedächtnis blieb ist die Königskatastrophe. eingeflochten in eine fiktive Therapiesitzung, bei der so manche Wendung für Überraschung sorgt, nicht zuletzt landet phasenweise sogar Dr. Gudden selbst auf der Therapiecouch. »Mich hat die tragische Figur des Märchenkönigs seit 2011 nicht mehr losgelassen«, so Autor Sebastian Schlagenhaufer, »aber auch des Schicksal des Dr.von Gudden hat mich mehr und mehr in den Bann gezogen, denn über ihn weiß man in der Regel sehr wenig. So war es am Ende nur logisch, beide gemeinsam auf eine Bühne zu stellen und die Geschichte durch ihre Augen zu betrachten.« Die Zuschauer können sich auf einen humorvollen Abend freuen. Auf einen spannenden Abend mit König Ludwig II. und dem Psychiater Dr. Bernhard von Gudden darf man sich am 25. Januar freuen. Foto: stefan rossmann »Pure Gaudi« mit Das Ziel ist im Weg EBERSBERG(red) ·Großes Kino, ganz ohne Leinwand – das gibt’s nur bei BlöZinger. Robert Blöchl und Roland Penzinger, zusammengenommen »BlöZinger«, sind die Erfinder und Großmeister des Kopf-Kino-Kabaretts. Mit ihrem neuen Programm »Das Ziel ist im Weg« sind sie am Freitag, 10. Januar, zu Gast im alten kino in Ebersberg. Ein Film, live gespielt auf der Bühne: Mit einem Minimum an Requisiten und einem Maximum an Ideen animieren »BlöZinger« die Vorstellungskraft und Lachmuskeln des Publikums zu Höchstleistungen. Die beiden Bühnenkünstler erwecken ihre skurrilen Figuren mit schauspielerischer Raffinesse und einer großen Portion Galerie Gisela Weissenbach Abraham Danke an / Thanks to Foto: Graf CUTOUT MONKEY Münchner Wochenanzeiger, Jänner 2025

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