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Anton Herzl

HERE & NOW

2. Juni `22 – 19:00 Uhr

Herzl - HERE & NOW

Zeit Vernissage 2. Juni, 19:00h; Ausstellungsende 2. Juli`22

Extra 14.6. ab 20:00h: Michael Fischer, Feedbacksaxophon



Zu sehen sind Wandobjekte und Skulpturen, wie u.a. die
Lefzen-Serie (2017) und aktuelle Arbeiten, wie die eigens für die Ausstellung produzierten Skulpturen Schallalalala (2022) und O-oh (2022) oder die Wandobjekte Gegenwartspizza (2021) und Parade presence – soseidem (2021) aus der Serie Abjekte.

Mit den Aufschriften „Parade presence - soseidem“ und „Gegenwartspizza“ widmet Anton Herzl seine Wandobjekte einer Reflexion über die herrschende Bilderflut und das Leben in einem scheinbar vergangenheits- und zukunftslosem Jetzt, wie es durch die zeitgeistigen Digitalplattformen hervorgerufen wird. Kunstgeschichtliche Zitate erscheinen als Flohmarktstickereien, das Gefüge der Zeit wird von einer Schmeißfliege, die säugende Kunst von einer Kakerlake bewohnt: Ein Wandobjekt ist zwar als Abbildung in einem Katalog auch ein Bild, verweist aber – als Übergangsform von Gemälde und Plastik – auf das Nebenprodukt aller Dialektik: Tertium datur!
Inhaltlich und formal philosophiert und reflektiert Anton Herzl über die überbordende Bilderzeugung und permanenten Bildtransformationen im Internetzeitalter und den damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung. Je immaterieller, technischer und vermittelter die Erscheinungsform der Bilder wird, desto mehr wächst die Skepsis gegenüber der Evidenz des Visuellen. Paradoxerweise stellt gerade unsere visuell dominierte Kultur den Status des Bildes zur Disposition, obwohl Bilder wie nie zuvor die Stiftung gesellschaftlicher Zusammenhänge bzw. Identitäten und Steuerfunktionen übernommen haben. Vorgefertigte Bilder aus übersättigten Bilderpools durchfließen unaufhaltsam die Kommunikationskanäle und ewiggleiche, differenzlose Selfies, die den kognitiven Radius der eigenen Armlänge nicht mehr in der Lage sind zu überwinden und seit den 2010er Jahren als Populär-Kultur „Nummer eins“ sind, grassieren im sozialen Netzwerk. Wir werden so vom Bilderflutschlamm mitgerissen, was ein Einnehmen des eigenen Standpunkts und ein Anhalten im Sinne von Innehalten und verortet sein unmöglich macht.

Oskar Schmidt spricht über Anton Herzl.



CORONA
Da wir euch und uns gerne gesund erhalten wollen, werden wir unsere Ausstellungen immer auch virtuell zeigen und die Besucherzahlen auf jeweilig geltende behördliche Vorgabe begrenzen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, persönliche Termine zu vereinbaren.





Adresse

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