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Künstler


Claudia Dorninger-Lehner

Claudia Dorninger-Lehner  

Architektur, Fotografie.

Die Arbeiten der 1970 in Wien geborenen Künstlerin sind alles andere als „einfache“ fotografische Abbildungen. Aufgrund differenzierter technischer Raffinessen schafft sie in ihren Werken eine neue Art der Realität, die Zeit und Raum im Bild vereinen und eine ihr ganz eigene malerische Ästhetik widerspiegeln. Die konzeptuellen Arbeiten werden in Werkserien subsumiert, die teilweise inhaltlich und zeitlich abgeschlossen sind oder aber sich auch über Jahre, die Thematik immer wieder aufgreifend, erstrecken können.

Die Architektur - ein wichtiger Impulsgeber für die Künstlerin - spielt in vielen Serien das basierende Element. In der 2015 begonnenen Werkgruppe „Vier Sekunden Gegenwart - Perzeption von Architektur im Kontext der Zeit“ analysiert die Künstlerin: „Was genau sehen wir in jener Zeitspanne, die wir als Gegenwart wahrnehmen? Wie würde ein Bild aussehen, das alle visuellen Eindrücke in einer Ansicht vereint?“ Unterschiedliche architektonische Motive werden vier Sekunden lang belichtet und so werden die klaren Linien des Motivs in malerisch fließenden Auflösungen sichtbar. In dieser Werkgruppe stellt die Künstlerin die Frage nach der Wahrnehmung und deren Veränderung. Der Moment der Gegenwart wird dabei neu interpretiert. Es ist ein Denkanstoß für den Betrachter sich dessen bewusst zu sein und die Sinneseindrücke neu zu überdenken und zu reflektieren.
(Gabriele Baumgartner, 2017)


Julia Dorninger

Julia Dorninger 

Malerei, Mischtechniken, Installationen.

Mit ihren neuesten Arbeiten changiert die 1973 in Wien geborene Künstlerin an der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur und setzt sich in ihren malerischen, fotografischen und installativen Werken mit dem Thema Raum auseinander, mit dessen Wahrnehmung und Aneignung genauso wie mit dessen ephemeren Strukturen. Über ihre vielseitigen und -schichtigen Arbeiten thematisiert die Künstlerin auch den medialen Raum, wenn sie die Funktionsmechanismen der Medien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im Kontext von Zeit und Emotion hinterfragt.

Die Vereinigung ihrer für sie interessanten Komponenten Raum und mediale Resonanz findet in ihren raumgreifenden Installationen neue Blickwinkel und komplettiert die Dimension der Perzeption und Rezeption auf weiteren gedanklichen Ebenen. Der Betrachter wird dazu angeregt, seine eigene Wahrnehmung zu überdenken und wieder zu schärfen, sich auf neue Denkprozesse einzulassen bzw. andere Gedankengänge zuzulassen.

Die Künstlerin und Architektin erarbeitet oft ein Thema seriell und beleuchtet so verschiedene Berührungs- und Kritikpunkte, denen ein gedankliches und überlegtes Konzept hinsichtlich ihrer technischen Umsetzung zugrunde liegt. Dieses wird in langen Arbeitsprozessen erprobt, um die Bildaussage möglichst klar transportieren zu können. (Gabriele Baumgartner, 2019)


Monika Dorninger

Monika Dorninger 

Malerei.

1946 in Linz geboren und in Wien lebend. Sie pflegt einen spontanassoziativen Zugang zu ihrer Bildwelt, die sie im Lauf der Jahre immer mehr von realistischen Vorlagen weg- und zu freieren, abstrakteren Ausdrucksformen hinbewegte. Nach wie vor liefert solides zeichnerisches Können eine gute Basis, über dieses Gerüst legt Monika Dorninger Schritt für Schritt ihre malerischen Flächen. Alle Elemente überlagern sich zu einem Kosmos, dessen Bedeutungen die Künstlerin auf ihre unnachahmlich persönliche Weise orchestriert. 


Hans Glaser

Hans Glaser 

Graphik, Foto- & Medienkunst.

Graphiker, Bildhauer, Foto- und Medienkünstler und künstlerischer Dozent … Anfangs stehen gegenständliche und strukturiert-abstrahierende Druckgraphiken in herkömmlichen Techniken (Radierung, Lithographie, Siebdruck) im Vordergrund. Es folgen Kunstpostkarteneditionen, darunter witzig-ironische Variationen. Die Druckbögen der Postkarten werden bisweilen zu eigenständigen Objekten weiterverarbeitet. Großformatige, oft nach Fotovorlagen gestaltete Arbeiten in Schablonentechnik auf Acrylglas entstehen neben Kleinskulpturen aus Holz und Metall. – Zuletzt wendet sich Glaser bevorzugt der experimentellen Fotografie in den verschiedensten technischen, inhaltlichen, medialen und formalen Anwendungen zu.


Anton Herzl

Anton Herzl 

Objektkunst, Mischtechniken.

Die Kunst der Moderne ab 1900 zeichnet sich durch die Erschließung neuer Inspirationsquellen aus. Afrikanische Stammeskunst, das bildnerische Schaffen psychisch beeinträchtiger Menschen – art brut – und die freudianische Entdeckung des Unbewussten erwiesen sich als besonders ergiebige Ressourcen für ein Schaffen jenseits der bloßen Abbildung.

Anton Herzls Objektkunst greift in einer Anverwandlung jene Verfahren auf, die es auf die Trieb- und Angststruktur der menschlichen Psyche abgesehen haben. Damit macht der Künstler den sublimatorischen Aspekt jeglicher Kunstproduktion selbst zum Thema. Die als Fetische bezeichneten Übergangsobjekte – Vermittler hin zur Welt – werden von Anton Herzl als Archetypen eines Bezugssystems namens Kunst konstruiert.

Ähnlich wie uns im Schlaf Traumbilder entstehen, sucht Herzl nach einer Wahrhaftigkeit des Subjektiven - jenseits des Dekorationsbedürfnisses bürgerlicher Haushalte – indem er seine Objekte in einer Unmittelbarkeit erstellt, die nicht das Designo, sondern das Ingenio jener Direktheit zur Abbildung zu bringen sucht, mit der unbewusste Prozesse bis in die höchsten Instanzen des Ich-Bewusstseins hinein regieren.

Die als „Lefzen“ bezeichneten Wandobjekte mögen sich auf jene atropopäischen Abwehrfiguren, die wir von gotischen Kirchen als Wasserspeier - Gargoyle - kennen, beziehen, in ihrem Anspruch sind diese Gebilde aber nicht selbst hynagogische Abwehrfiguren, die in ihrer „Funktionsweise“ von Woodoopuppen allgemein bekannt sein dürften, sondern sollen auf die Differenz zwischen den beiden grundsätzlichen Bewusstseinsebenen verweisen und sodann Kunstwerke als Fetische zu ergründen: Mit den „Federnbildern“, so der Künstler, wird dieser (pseudo-) animistische Charakter jedes Kunstwerks - wie eine Trophäe gelebtes Leben an die Wand zu bannen - ebenfalls befragt.


Meinrad Hofer

Meinrad Hofer | Silke Grabinger

Fotograf. | Performerin/Choreografin.

„Vi!“ - Am Anfang steht ein Sprung. Die Choreografin und Performerin Silke Grabinger springt, und der Fotograf Meinrad Hofer macht mittels schneller Bildabfolgen den Ablauf zwischen Absprung und Landung sichtbar, wobei der Körper im Sprung teilweise abstrakte Formen annimmt.

Seit 2009 arbeitete Grabinger in verschiedenen Kollaborationen an dem Konzept, zusammen mit Hofer kommt es 2018 schließlich zu einer gleichwertigen künstlerischen Fusion von Performance und Fotografie. In den Aufnahmen bettet sich der menschliche Körper im Sprung in die ansonsten menschenleeren Landschaften ein. Nur die Fotografie teilt die Zeitspanne des Sprungs in einzelne Abbildungen und macht die tatsächliche Bewegung des Körpers sichtbar, der für einen kurzen Moment stillzustehen scheint.


Arbeiten ...

Meinrad Hofer

>> Artikel aurum No15 2018   Seiten 48-49


Ina Loitzl

Ina Loitzl 

Video, Textil, Mischtechnik.

Ina Loitzl studierte am Mozarteum in Salzburg Grafik und Visuelle Medien. Lebt und arbeitet in Wien. Die Heimat, der Körper, der Tod und das Leben … Ausgangspunkte der künstlerischen Arbeiten von Ina Loitzl, die in den verschiedensten Medien wie Fotografie, Trickfilm und Video, Objektkunst und Installation arbeitet. Der Kern ihrer Auseinandersetzung gilt dem eigenen weiblichen Körper, wesentlichen Stationen und Phasen des Lebens wie Schwangerschaft, Geburt oder das Altern. Selbst Künstlerin, Ehefrau und Mutter untersucht sie die verschiedenen Rollenbilder, die Frauenkörpern von der Gesellschaft zugeschrieben werden. Häufig verwendet die Künstlerin textile Objekte, deren Herstellung, das Nähen, als traditionelle weibliche Arbeit gilt.


mikl bruckner

Brigitte Mikl-Bruckner 

Malerei.

Bevor sich Brigitte Mikl Bruckner intensiv dem Medium der Malerei widmete, studierte die 1963 in Linz geborene Künstlerin Restaurierung an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien und in Wörterberg (Burgenland), ist aber auch oft auf Malreisen wie in Grado, Kärnten oder in ihrem temporären Atelier in Altenmarkt / Zauchensee. Da ihre Arbeiten direkt vor Ort entstehen, reagiert sie auf die Lichtverhältnisse etwa einer Morgenstimmung oder auf den Lauf der Jahreszeiten, wo besonders die Wintersonne die Bergkuppen der Salzburger Alpen in besonderes Licht taucht.

Ihre Darstellungsweise ist gekennzeichnet durch das Erfassen des Motivs in klaren Linien und Farben, die sie mit stark verdünnter Ölfarbe auf der Leinwand oder mit Aquarellfarbe und Stiften auf dem Papier einfängt. Mit nur wenigen, ausssagekräftigen Strichen umreisst sie die Formen der dargestellten Objekte in ihren Stillleben oder den Landschaften, die manches Mal schon in ihrer Erscheinung in die Abstraktion reichen. Die somit entstandene Reduktion auf das Wesentliche, lässt die Darstellung ästhetisch fragilisieren und in seiner Leuchtkraft noch steigern.

Gerade in dieser Unvollkommenheit liegt die Spannung für den Betrachter, denn so wird sein Vorstellungsvermögen mit in die Darstellung einbezogen und es entsteht ein aktiver Dialog. Die Künstlerin möchte nicht nur den Gegenstand oder die Landschaft einfach abbilden, sondern es soll mit dem Betrachter in eine Interaktion treten und ihm ihre Sicht auf das Sujet schildern und von ihrer Stimmung erzählen. Sie ist eine Malerin, deren Sichtweisen oft zu gemalter Poesie werden und die uns als Betrachter mit lyrischen Aphorismen auch auf dieser gedanklichen Ebene berührt.
(Gabriele Baumgartner, 2019)


Reinhold Ponesch

Reinhold Ponesch 

Malerei, Objektkunst, Performance.

Ich finde den Ausdruck meiner Kunst dann spannend, wenn darin ein gewisser Aufruhr transportiert wird, sich eine Welt widerspiegelt die manchmal wie eine unfertige Bildimpression wirkt und nicht angekommen zu sein scheint. Dabei sind Bildräume, expressive, dynamische und unkontrollierte Pinselstriche genauso wichtig, wie zarte graphische Elemente oder unlesbare Texte.

So ist für mich eine freie gestische dynamische Malerei in voller Losgelöstheit als eigene Bildsprache entstanden, die mir meine exzessive Abstraktheit zulässt und mich manchmal auch zu politischen Arbeiten animiert.

Um Gedankenräume und -experimente und in meinen Kunstwerken zu schaffen ist mir jedes Mittel recht, von Sprühfarben, Stoffen, Kartons, Schnüren, Kohle, Metall und Puppen.

Von der Inspiration heraus treibe ich meine Gedanken so lange vor mir her, bis sie mir ganz klar erscheinen und mit meinem Körper verschmolzen sind. Daraus entsteht das unmittelbare authentische Kunstwerk. Das gibt meinem künstlerischen Prozess die Freiheit das Werk sich so entwickeln zu lassen, dass es einen authentischen Ausdruck meiner selbst widerspiegelt.

In meinem künstlerischen Schaffen liebe ich das Experimentieren und das Grenzen überschreiten, auf der Leinwand, in Installationen und auch in der Performance.

So soll der Betrachter meiner Kunst eine „Weite“ an Interpretationsmöglichkeiten vorfinden um eigene Gedankenspiele und Gedanken-Experimente zuzulassen.


Siebenbrunner

Martin Siebenbrunner

Fotograf.

Der Wiener Fotograf inszeniert seine Bilder als Momente der Verführung. Die Erotik des Augenblicks, bei der Suche nach dem perfekten Bild. Im edlen Ambiente, sinnliche Blicke, intime Gesten, extreme Posen in intensiver Interaktion mit dem Auge des Künstlers. Das Ergebnis: Fotostrecken die berührende Geschichten erzählen.

Arbeiten ...


Billi Thanner

Billi Thanner 

Aktionismus, Performance, Malerei, Skulpturen.

Billi Thanner zählt zu den Protagonistinnen einer neuen Generation des zeitgenössischen Aktionismus: dem Neo- oder Inter-Aktionismus. Der Reiz liegt für Thanner dabei „in der Freiheit, als Künstlerin über das eigene Handeln aktiv verfügen und etwas über die Grenzen hinaus tun zu können“, wie sie betont.

Die 1972 geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Wien und Peking, und ist mit ihren Arbeiten international vertreten – etwa in Belgien, Deutschland, Holland, USA, China, Russland, sowie auch auf Messen in Basel, Köln und Paris. Performance und Malerei sind Schwerpunkt ihrer Arbeit.  


Val Wecerka

Val Wecerka 

Malerei, Objektkunst.

Was ist zu Hause … Ein unverkennbares Merkmal ihres Werks sind ihre „(Un)geschriebenen Briefe“, die sich langsam in geometrischen Formen auflösen und zu 2D- bzw. 3D-Bildobjekten werden. „Statt eines einzigen Arbeitsstils deckt meine Praxis ein ganzes Spektrum von Themen und Formen ab, von bildlich bis hin zu abstrakt.“, so Val Wecerka. In ihrer Kunst setzt sie konsequent auf Wiederholungen von Materialien, Schriftbildern und Formen, die ihren ursprünglichen Zweck nur noch erahnen lassen und in ihrer neuen geometrischen Anordnung ein völlig neues Ganzes ergeben. Auf diese Weise bringt die Künstlerin Dinge – Welten – zusammen, die nicht unbedingt zusammengehören und baut sich so ihren eigenen Raum der Erinnerung auf.

Val Wecerkas Reise in die Welt der Künste begann am National Art College in Sliven, Bulgarien, wo sie Malerei und Textil studierte. Nach 3 Jahren an der Höhere Bundeslehranstalt für Mode und künstlerische Gestaltung in Wien, wandte sie sich dann der Malerei zu und inskribierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien, die sie mit Auszeichnung abschloss. In dieser Zeit entstanden vor allem zahlreiche figurative Bilder und Gobelins (Bildteppiche), die Val Wecerka selbst gewebt oder geknüpft hat. Seit 2013 widmet sich die Künstlerin voll und ganz der abstrakten Malerei. Ihr Werk wurde zweimal für den bekannten österreichischen Strabag Art Award sowie in den Jahren 2016 und 2018 auch für den Aesthetica Art Prize in Großbritannien nominiert.