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Billi Thanner

Mein Raum

Ausstellungsdauer: bis 31.3.2022

thanner - mein raum





     Dort, wo die Aufgabe der Kunst darin besteht, sich von Dekor zu unterscheiden, weil es eine message gibt, schlägt Thanner ihre Zelte auf und wird zum happening und darüber hinaus zur Sozialen Skulptur, wenn das Gebotene die Hirnzellen des Publikums zur Aktivität anzuregen vermag; um es – sinngemäß – mit Kant zu sagen: Billi Thanner fragt stets nach der Bedingung zur Möglichkeit von Erfahrung.
     Thanner legt ihre Künstlerschaft als Gesamtkunstwerk an, denn der Raum den ihr künstlerisches Selbstverständnis umarmt, expandiert längst über die Bilderrahmen, Atelierfenster, Landesgrenzen und Diesseitsbegriffe hinaus: Gelebte Freiheit, die alle zu inspirieren vermag!
     Billi Thanner freilich kommt uns nicht mit Freiheitspathos, sondern setzt mit ihren Titeln, wie etwa „Mein Raum“ oder „Was ziehe ich mir heute an“ oder „Wie geht es mir heute“, Ausgangspunkte, um ihrem Publikum einen Ansatz zu bieten, von dem aus die Freiräume, die Thanner meint, erschlossen werden können.
     Losgelöst ja, abgehoben nein – so erlebt man Billi, wenn man das Vergnügen hat, ihr persönlich zu begegnen: „Ich möchte in dieser Ausstellung „Mein Raum“ darauf hinweisen, dass Muse sich nur dann frei bewegt, wenn man den Mut aufbringt, Barrieren zu zerstören.“
     Billi Thanner stellt also die Frage nach der Bedingung zur Möglichkeit und bietet uns, ausgehend von den persönlichen Wohn- und Aufenthaltsräumen, ihren wachsenden Freiraum als Projektionsfläche zum Verständnis an.
     Die Bildwelten der Thanner nehmen Bezug auf das Menschsein in der Gegenwart: Die Sujets der allgegenwärtigen Konsumwelt werden zur Befragung der conditio humana umfunktioniert. Mit Lichtinstallationen wie „Die Himmelsleiter“ oder „Räume berühren“ wird das Prinzip der Transzendenz, also die Möglichkeit Erfahrung jenseits des Gegenständlichen zu machen, erprobt.
     Mit ihren happenings, die Szenisches, Lautes und Stummes, Ernstes und Heiteres gemeinsam mit Freunden realisieren, zeigt Thanner, dass sie Ihre künstlerische Arbeit immer als Interaktion mit anderen Menschen versteht. Dabei lässt Thanner die Talente der Akteure stets einfließen und vernetzt solcherart die eigenen künstlerischen Themen mit den jeweiligen Positionen und Kunstgattungen, wie Lesung, Schauspiel und viel Gesang. Planung und Spontanität, gerade auch seitens des Publikums, gehen Hand in Hand.
     Diesmal wird Billi Thanner eine Performance mit der Sängerin Rebecca Rapp, dem Künstler Gerhard Fresacher und den Schauspielern Christoph Griesser, Tibor Taylor sowie Flo Egger unter dem Titel „Tischprotokolle“ in Szene setzen.  

(Anton Herzl, 2022)


Alexandra Irlacher

IKONEN

7.4.2022 – 29.4.2022

Alexandra Irlacher

Alexandra Irlacher 

BAHÖ, 2022, aus der Serie Ikonen, 2021 – 2022
Acryl auf Leinwand
100 x 150 cm
Foto: Christian Irlacher 


7.4.2022 – 29.4.2022 „IKONEN“  

Alexandra Irlacher bedient sich in ihren Malereien – Acryl auf Leinwand – der Ironie als Stilmittel. Ihr plakativer, illustrativer Malgestus erinnert an die
Pop Art der 1950er und 1960er Jahre. In den teils
in Grautönen aber auch schrill und farbintensiv konzipierten Malereien spielt die Darstellung von Gesichtern aus verschiedenen Perspektiven und Körperausschnitten eine elementare Rolle.

In der Serie Ikonen (2021 – 2022) greift Irlacher auf die Darstellung von bekannten Frauen in der Kunst und auf Frauenbilder der Gegenwart zurück. Die französische Nationalheldin Johanna von Orléans (1412 – 1432), die mit Ausnahme der Scheiterhaufen-Szenen fast immer in einer Rüstung dargestellt wird und Bildmotive aus der Frauen-Wrestling-Szene bilden die Basis für das Leitthema. Im Zentrum der Arbeiten stehen Körperausschnitte: Jeanne d’Arc gepanzert und kämpfende Frauen in verschiedenen Körperhaltungen. Fast scheint es so, als fordert uns die Künstlerin auf, den Blick auf das Offensichtliche zu richten: das menschliche Wesen – verletzlich, bedürftig, schwach, defensiv und zugleich kraftvoll, selbstständig, stark, offensiv.

Anton Herzl

Here & Now

2.6.2022 -1.7.2022 

Anton Herzl - Gegenwartspizza

Anton Herzl 

Gegenwartspizza, 2021
Wandobjekt; Photokarton, Holz, Maché
100 x 140 cm
Foto: Sandra PHOTO-ART-DESIGN 


„Ein Spiel mit ernsten Problemen. Das ist Kunst.“
Kurt Schwitters

Mit den Aufschriften „Parade presence – soseidem“
und „Gegenwarts-Pizza here & now“ widmet
Anton Herzl seine Wandobjekte einer Reflexion
über die herrschende Bilderflut und das Leben in
einem scheinbar vergangenheits- und zukunftslosen
Jetzt, wie es durch die zeitgeistigen Digitalplattformen
hervorgerufen wird.

Kunstgeschichtliche Zitate erscheinen als Flohmarktstickereien,
das Gefüge der Zeit wird von einer Schmeißfliege, die säugende Kunst von einer Kakerlake bewohnt: Ein Wandobjekt ist zwar als Abbildung in einem Katalog auch ein Bild, verweist aber – als
Übergangsform von Gemälde und Plastik – auf das
Nebenprodukt aller Dialektik: Tertium datur!

Peter Baldinger

SALE!

7.7.2022 – 4.8.2022

Lisa Klein

Body Orbits

22.9.2022 -25.10.2022

Gerhard Fresacher

„hot_since_seventytwo“
27.10.2022 – 24.11.2022



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