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LISA KLEIN

body orbits

22.9.2022 – 25.10.2022

Lisa Klein

Lisa Klein 

Soft material girl 03,
2020,
Öl und Acryl auf Leinwand,
140 x 100 cm


23. September – 25. Oktober 2022 „body orbits“  

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werkgruppen, die Lisa Klein unter dem Dachbegriff „Körperumkreisungen“ zusammenfasst. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Malerei, Fotodesign und Skulptur.

Thematisiert und visualisiert wird der menschliche Körper, die An- und Abwesenheit des Körperlichen und des Geistigen. Einer Oszillation zwischen virtuellen Existenzen sozialer Medien, bei der der Körper zwar anwesend ist, aber der Geist sich aus der momentanen Realität zurückzieht und der echten Anwesenheit;

„In einem ‚loop‘ aus analoger und digitaler Bilderzeugung umkreist Lisa Klein ihren Anspruch auf das ‚Schöne‘. (…) Der künstlerische Flow durchdringt alle Aspekte des „Daseins“ und begründet sich, ohne dabei auf eine Enträtselung zu harren, im jeweiligen Wiederfinden des Levels, also jenem von Klein bestimmten Niveau des Ansprechens und einer, für die Künstlerin typischen, Selbstdurchdringung der „Spielweisen“ im bildnerischen Ausdruck.“ Anton Herzl, A loop of shapes in: LISA KLEIN_ Ich schau es mir schön, Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin, 2021

Über die Zeit hat Lisa Klein zu einer eigenständigen Arbeitsweise gefunden, die sich in einer außergewöhnlichen, singulären, ästhetischen Handschrift manifestiert. So platziert sie in der Serie Fabrics auf der obersten Bildebene das gemalte Stoff- oder Kleidungsstück und auf der darunterliegenden Ebene sich selbst, aber im Gegensatz zum dreidimensional gemalten Stoff, sich selbst zweidimensional.

In der Serie Soft material girls steht gemalte Transparenz im Mittelpunkt, ihre eigene Person bleibt dabei ausgeblendet. Ihre Skulpturen wiederum entstehen, indem sie spezielle Körperpartien von Kleiderpuppen abformt. Diese Abformungen werden aber auch bei den Fotodesign-Arbeiten Shapes and lines zum Einsatz gebracht. Auch in der Fotodesign-Serie Dolly and Bolly get dressed spielen diese Kleiderpuppen eine elementare Rolle. Sie „bekleidet“ sie mit von ihr gesammelten Kartonagen und Verpackungsmaterialien und schafft so temporäre Skulpturen.

„Die alten Gipsspuren geben den Puppen etwas Lebendiges. Sie haben quasi schon gearbeitet, tragen etwas ‚Gebrauchtes‘. Es sind temporäre Skulpturen, die ich aus Füllgut, leeren Bierdosen, Gummihandschuhen usw., nur für diese Fotos angefertigt habe.“ Lisa Klein, Interview in: LISA KLEIN_ Ich schau es mir schön

Lisa Klein (*1958, Stockerau, Niederösterreich) Als ausgebildete Designerin arbeitet Lisa Klein zunächst als Stylistin und Designerin und anschließend als Fotografin. Nach und nach erweitert sie ihr künstlerisches Betätigungsfeld und arbeitet sich verschiedene Techniken und Disziplinen der Bildenden Kunst ein. Heute bewegt sie sich in den Medien Malerei, künstlerische Fotografie, Fotodesign und Skulptur. Ihre Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen, auf Kunstmessen und im Rahmen von Projekten zu sehen wie u.a.

In der Galerie Estermann + Messner, Wien, im Bildraum 01, Wien, im DAS Chegini, Wie, im project space der in Kunsthalle Wien, im Schauspielhaus, Wien, im Quadrart Dornbirn, in der Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden, Galerie Brunnhofer, Linz, Galerie Young Austrian Art, Wien, bei Sotheby´s, Wien sowie auf der Art Karlsruhe und Tease Art Fair Köln und im Rahmen von NöART. Lebt und arbeitet in Wien.

Gerhard Fresacher

„hot_since_seventytwo“

27.10.2022 – 24.11.2022

Gerhard Fresacher

Gerhard Fresacher 

Cake, 2020
Mischtechnik auf Leinwand
80 x 120 cm


gerhard fresachers arbeiten sind interdisziplinär und
loten auch immer den übergang zum ende des
mediums aus. seine expressiven leistungen erzeugen
in ihrer dichte und vielschichtigkeit immer narratives,
das er in inszenierungen um den faktor zeit erweitert.
so erwidert er seine gezeichneten und gemalten
welten und führt seine atmosphären weiter in performative
werke die auch methodisch im zusammenhang
mit seiner malerei stehen. mit schauspieler:innen
erarbeitet er performances bei denen text die farbe zu
sein scheint, die überdeckt oder abgekratzt wird. die
persönlichkeit der darsteller:innen ist ihm der ersatz
für den zufall in der malerei.

die kunstwelten von fresacher spannen sich über
die eckpfeiler rauminstallation / aktion / reflexion in
form von bildern. er muss alles ihm wichtige und
zurverfügungstehende einbeziehen und an den rand
seiner selbstverständlichkeit drängen. mit theatralen
mitteln werden soziale themen weiterbearbeitet, die
in bildern leichter ausgedrückt werden können. aus
diesen paradoxen veranlagungen entstehen immer
neue möglichkeiten und ausdrucksformen.
a.w.grill

Gerhard Fresacher geboren 1972 in Niederösterreich. Studium derSzenografie bei Erich Wonder, Akademie der bildenden Künste, Wien.

Seit 2000 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland: u.a. no disco behind, Zhytomyr/Ukraine (2018, kuratiert von Roman Grabner), Installation im Zuge der Handball-WM, Katar (2015), boing! boing! Galerie Bäckerstraße, Wien (2008), superheroes saving russia, XL gallery, Moskau (2000, kuratiert von Joseph Backstein).


Bühnenbilder + Inszenierungen u.a. für Wiener Festwochen, Volkstheater Wien, Düsseldorfer Schauspielhaus, Münchner Volkstheater, Thalia Theater Hamburg, Das Neumarkt Zürich und WERK X Wien. Seit 2009 Theater-experimente und -diskos, u.a. no disco behind, Zhytomyr/Ukraine (2018), traum, alptraum – ein nightmare – nach Kafkas Ein Landarzt, Radiokulturhaus Wien und Werk X Petersplatz, Wien (2017), Wetterleuchten auf der Zungenspitze – den Surrealismus neu erfinden! nach Josef Winkler, Garage X, Wien (2013); Kirschgarden nach Anton Cechov, Garage X Wien (2011)



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1040 Wien                     


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